21. Odyssee im Eis

The Black-Ship-Mission | Part 4


Schauplatz: Der eisige Jupitermond "Europa". Endlich naht Rettung für Dr. Brocker und seine Schutzbefohlenen: Jim, Rex, Tonya, Lisa und Sandra landen mit der Cannubis. Sie bringen die dringend benötigten Lebensmittel mit. Da taucht plötzlich wie aus dem Nichts Uli auf!

Doch die Wiedersehensfreude währt nur kurz: Uli hat nach Gideon Gigas Tod offenbar ganz eigene Pläne für eine Nutzbarmachung des Jupitermondes. Und dabei tritt er völlig anders auf als erwartet ...

 

Produktions-/Erscheinungsjahr: 2005

 


Vorgeschichte:

Die Episode beginnt mit einer kleinen Überraschung. Jedenfalls für all die wenigen Hörer, die jetzt erst die Serie für sich entdeckt haben.

 

Episode 21:

Uli ist wieder da.

 

Doch die Wiedersehensfreude ist nur von kurzer Dauer. Uli ist bewaffnet und nicht in freundschaftlicher Absicht gekommen. Er hat sich auch der Sache Gideon angeschossen und nutzt nun seine Macht nach dessen Tod maßlos für seine Zwecke aus. Um dies noch weiter zu steigern, zwingt er alle weiblichen Mitglieder, Passagiere oder auch Strafgefangene des Schwarzen Schiffes ihm zu folgen. Vor allem an Tonja hat er großes Interesse.

Dr. Broker, das Team und die übrigen Mitglieder des Schwarzen Schiffes versuchen das mit allen Mitteln zu verhindern, scheitern jedoch vorerst. Um keine weitere Hilfe von der Erde anfordern zu können, zerstört Uli mit einigen gezielten Schüssen die Hauptantennen des Schwarzen Schiffes. Um die Qualen der verbliebenen Passagiere darüber hinaus weiter zu verstärken, zerstört er alle übrigen Raumanzüge und Lebensmittel und schießt zuletzt auch noch die Sauerstofftanks an.

 

Nachdem er mit allen Frauen, das Schwarze Schiff verlassen hat, sind alle übrigen noch lange geschockt.

Sie beginnen aber sofort die Schäden einzuschätzen und notdürftig zu beheben.

Es gelingt die angeschlossenen Sauerstoffbehälter abzudichten.

 

Durch großes Glück hat Uli die geheime Kammer der Canubis nicht gefunden. In ihr befindet sich noch etwas Essen und 32 funktionierende Raumanzüge.

Zwar hat Uli die Hauptantennen zerstört, doch zum Glück weiß er nichts von der laufenden Rettungsmission durch die anfliegende Penetrantz 1. Diese bringt reichlich Lebensmittel und andere lebenswichtige Versorgungsgüter.

Doch bis diese beim Schwarzen Schiff eintrifft wird, wird es noch einige Zeit dauern. Für die wartenden wirft es dennoch bange Ungewissheit auf.

 

Georgia stapft unterdessen mit Tonja und etwa 700 weiteren Frauen hinter Uli durch die Eiswüste Europas.

Sie haben wenigsten noch die Freiheit sich über ihren Zustand zu unterhalten. Sie sehen ihr entferntes Ziel,

das nach einer Elektromagnetischen Kuppel aussieht. Was sie nicht wissen, sie werden von Uli abgehört.

 

Jim ist zur gleichen Zeit tief erschüttert und fest davon entschlossen Tonja zu folgen und sie aus den Händen dieses "Unmenschen von Uli" zu befreien. Doch mit welchem Raumanzug? Denn die noch übrig gebliebenen Raumanzüge schützen seinen Träger nicht gut genug vor der tödlichen Strahlung. Doch da erlebt das ganze Team eine große Überraschung. Rex hat ein neuartiges Funkgerät mit eingebautem Strahlenschutz entwickelt. Leider muss Jim dennoch alleine aufbrechen, da das Magnetfeld nur eine Person schützen kann.

 

Uli ist unterdessen an seinem Ziel angekommen. Dank der Elektromagnetischen Kuppel brauchen sie nun keine Raumanzüge mehr. Er schickt alle Frauen in ein Eisbergwerk. Alle außer Tonja. Sie zwingt er ihn auf seinen Führerstand zu begleiten. Er verspricht sich dadurch Ihre Zuneigung zurückgewinnen zu können.

Doch da hat er keine Chance.

 

Wir verlassen nun kurz den Jupitermond Europa und wenden unseren Blick ins All. Genauer gesagt in ein anfliegendes Raumschiff – die Penetranz 1. Dort besprechen Fetcher, Dr. Brimstone, Vanessa, Lisa und Leander gerade ihre Lage und die bald bevorstehende Landung auf Europa. Sie wundern sich, dass sie bislang keinen Funkkontakt mit dem Schwarzen Schiff herstellen konnten. Plötzlich werden sie von einem elektromagnetischen Magnetsturm, ausgehend von Jupiters, getroffen. Um eine Autodiagnose durchzuführen zu können müssen sie Ihre Geschwindigkeit leicht drosseln. (Was unlogisch ist, da das Drosseln mehr Energie verbraucht.) Lisa denkt bei dem Wort automatisch an Auto und wundert sich.


Erde-Jupiter-Saturn-Schema | The Black-Ship-Mission | Grafik: J. Nitzsche
Erde-Jupiter-Saturn-Schema | The Black-Ship-Mission | Grafik: J. Nitzsche

 

Auf Europa versucht Uli derweilen durch Demonstration seiner Macht weiterhin an Tonja heran bzw. wieder mit ihr zusammen zu kommen, was sie jedoch strickt ablehnt.

 

Jim hat sich unterdessen auf den Weg gemacht und ist nun nicht mehr weit von der Kuppel entfernt.

Er berichtet über Funk was er sieht. Gefangene bringen Abbauprodukte zu einem Raumschiff - der Penetranz II.

Er kann auch Tonja und Uli sehen.

 

Der Funkverkehr zwischen Jim, Rex und Sandra wird derweilen auch von der Besatzung der anfliegenden Penetran I mitgehört.

Das Funksignal ist zwar schwer enzifferbar, dennoch wird ihnen die Herkunft klar. Doch bevor man zurückfunken kann, warnt Fletcher Jim aufgeregt.

 

"Du darfst auf gar keinen Fall durch die Glocke gehen! Jim? Hösrt? Auf gar keinen Fall!"

 

Dieser Funkspruch wird auch auf dem Schwarzen Schiff wahrgenommen und man macht sich starke Sorgen um Jim. Doch Sandra beruhgt sie, da sie weiß, dass es ihr Onkel war. Der Funkkontakt zu Jim bleibt jedoch vorerst unterbrochen. Bevor man sich weiter darum kümmern kann landet neben dem Scharzen Schiff die Penetranz I.

Die Wiedersehensfreude ist groß, doch auch angekratzt da sich Jim immer noch nicht gemeldet hat. Als Fletcher dann auch noch berichtet, dass die Elektromagnetische Kuppel mit einer Spannung von 120.000 Volt arbeite und jeder bei einer Berührung verbrennen würde, sind alle zutiefst geschockt.

Dennoch überlegt man sich ein Rettungs- und Karperungsmanöver.

 

So schleichen wenig später einige Personen in Raumanzügen zur Penetranz I und beschriften sie kurzerhand zu Penetrans II um.

Um durch Ulis Abschirmungs-Glocke gelangen zu können wird die Penetranz zusätzlich mit Technik aus den anderen beiden Raumschiffen ausgestattet. Fletcher und Sandra beginnen sofort den Megnetwellenstörtransmitter zu bauen. Ein Nachfolger des Magnetwellen Sprengsatzes. Da sie dazu Starkstrom benötigen reicht die übrige Energie nur für den Monogleitflug. Sobald sie in Ulis Sichtweite komme bauen sie den Optischen Schutzschild auf. Doch sie können Jim nicht an der verabredeten Stelle finden, sehen ihn dafür nun ebenfalls im Führerstand bei Uli.

Ein Teil des Teams in der Penetranz macht sich zum Ausstieg und zur Übernahme der Penetranz II bereit.

Als dieses dort eindringt, sind die dortigen Wachen zu überrascht um Widerstand zu leisten. Die Penetranz II hebt sachte ab und entfernt sich. Die Penetranz I landet an deren Stelle.

 

Von all dem bekommt sowohl Uli als auch die Gefangenen Untertage nichts mit. Was sie dagegen plötzlich mitbekommen ist ein starkes Beben das droht das Bergwerk einstürzten zu lassen. So haben die Drohungen der Wachen keinerlei Wirkung mehr. Jeder der kann rennt so schnell wie möglich an die Oberfläche.

 

Auch in der Penetranz spürt man die Erschütterung und geht in den Schwebeflug über. Die Kuppel kann man jedoch nicht deaktivieren.

 

Doch das übernimmt überraschenderweise Uli.

 

Und dann gelingt das schlichtweg unmögliche:

Alle Arbeiterinnen schaffen es unbeschadet ins Raumschiff.

Auch Uli geht an Bord der Penetranz I. Dort trifft er auch erneut auf Dr. Brocker und gibt vor noch weitere Menschenleben retten zu müssen die auf einem anderen Jupitermond seien.

 

Schluss:

Und so machen sich alle auf den Weg zu Titan, einem weiteren Jupitermond.

Ob Uli blufft oder hat er sich tatsächlich so plötzlich in ein lammes Menschenwesen zurück verwandelt hat.

 

Fußnote und Randnotiz:

Ulis Verhalten ist ab dieser Episode äußerst fragwürdig.

Mehr dazu im Charaktärguide.


 © T@E |  RGU 150409