19. Der tödliche Pfeil

The Black Ship Mission | Part 2


Fletcher hat es geschafft, vom schwarzen Schiff zu fliehen. Doch Dr. Brocker bleibt weiter in den Händen des finsteren Sektenführers Gideon Giga. Während Fletcher auf der Erde versucht, eine Rettungsaktion für Dr. Brocker zu organisieren, ortet das Brocker-Team eine seltsame Funksignatur. Nach der Analyse wird klar: Es handelt sich um einen ultraschnellen Pfeil, der unaufhaltsam auf die Erde zurast. Ein perfides Mordinstrument, das nur ein Ziel kennt: Fletcher!

 

Produktions-/Erscheinungsjahr: 2004

 


Auf der Erde landet eines Nachts ein Raumschiff auf dem Privaten Weltraumbahnhof Ferdinant Fletchers. Man erwartet den Piloten nicht. Es ist Fletcher höchst selbst. Dieser freut sich wieder auf der Erde zu sein und kann verstehen, dass manche den Boden küssen.

 

Sein erster Gedanke, den er bekommt ist: "Ob's wohl frische Äpfel gibt".

 

Dr. Brocker sitzt unterdessen weiterhin auf dem Schwarzen Schiff fest. Dieses ist unterwegs zu einem rätselhaftem Objekt (vermutlich einem Mond) mit dem Namen "Lilag1610BETA".

 

Im Haus auf der Landzunge ist man während dessen zu einem traurigen Anlass zusammen gekommen. Lisas Großmutter Mrs. Margarete ist in der vergangenen Nacht im Krankenhaus an Krebs gestorben. Lisa weint und ist zudem verzweifelt, da sie zu Gott gebetet, dieser sie aber scheinbar nicht erhört hat. Sandra ist nicht dieser Ansicht und Rex meint dennoch etwas zum Mittag essen zu müssen. Tonja will es schaffen, Dr. Brocker von dem Ereignis zu berichten.

 

Doch in diesem Moment steht Fletcher im Raum. Zuerst sind alle entsetzt und bekommen schlimme Vorahnungen. Doch schnell wird klar (zumindest dem Zuhörer), dass Fletcher mit guter Absicht gekommen ist. Er möchte sich bei Mrs. Margarete entschuldigen. Doch stattdessen wird ihm von deren Tod berichtet. Fletcher möchte dennoch alles wieder gut machen und von seinen und Brockers Erlebnissen berichten. Er sei sein Geliebter gewesen.

Alle sind leicht verwirrt, bis Fletscher dies auflöst und meint das alle Passagiere des Schwarzen Schiffes sich so anreden mussten.

Bevor er mit seinem Bericht beginnt, sucht er noch die "Gekachelten Räumlichkeiten" auf. In der Zeit beschließt das Team ihn anzuhören zu wollen.

 

Auf dem Schwarzen Schiff wird Dr. Brocker derweil Blut abgenommen und in ein neues Quartier mit einem großem Fenster verlegt. Anscheinend hat es etwas mit dem Wort zu tun das sich die Besatzung an allen Ein- und Ausgängen zu raunt. "Pontifex".

Dr. Brocker schafft es hinter das Geheimnis des seltsamen Himmelskörper zu kommen, Dank Fletchers Tipp "Lilag" von Hinten her zu lesen. Aus Lilag wird Galil und die Abkürzung für Galileo Gelile. 1610 ist eine Jahreszahl und BETA ist der 2. Buchstabe des Griechischen Alphabetes und steht für 2. Damit ist klar, das "Lilag1610BETA" der 2. 1610 von Galileo Galile entdeckte Jupitermond Europa ist. Dieser soll offensichtlich zum "Neuen Jerusalem" umgestaltet werden.

 

Gideon bittet Dr. Brocker um seine Einschätzung. Dieser rät von einer Landung ab, da der Mond nicht nur schwierige sondern gerade zu lebensbedrohliche Eigenschaften besitzt. Wenn überhaupt, dann ist Leben nur auf der dem Jupiter zugewandte Seite möglich. Denn diese bekommt 1,7 Mal so viel Sonnenlicht bzw. Energie, wie Jupiter von ihr empfängt. Unglücklicherweise ist diese Seite einem absolut tödlichen Teilchen-Bonbademont ausgesetzt. Die Jupiter abgewandte Seite besitzt erbärmlich konstant frostige Verhältnisse. Doch zu seinem Verblüffen hat Gideon daran gedacht, da ihm offensichtlich seit Anfang an das Ziel seiner Reise bekannt war. Was ja auch logisch erscheint. Durch Wirtschaftsspionage ist er an das Wissen Dr. Brockers und an dessen Pläne zum Bau des Mondgartens bzw. dessen Glaskuppel und Magnetschirm gelangt.

 

Zurück auf der Erde hört das Team gespannt den Erläuterungen Fletchers zu. Dieser lässt nun deutlich seine Bibelkenntnisse durchblicken. Als er Dr. Brocker mit dem richtigen Vornamen "Reynaldus" erwähnt, sieht Tonja dies als Beweis an, dass Fletcher die Wahrheit sagt. Und auch sonst wird zumindest dem Hörer immer mehr bewusst das Fletchers Aussagen nicht mehr nur bloßer Schein sind. Fletcher bittet um eine Übernachtung, doch diese wird ihm verweigert, da man sich noch nicht ganz über Fletcher im klaren ist. Fletcher übernachtet sondern in einem nahegelegenen Hotel.

 

Dr. Brocker bekommt derweilen von Gideon das Angebot Leiter der Außenexpeditionen zu werden. Dazu muss er nur noch ein Gelöbnis ablegen und liest sich dazu die Regeln durch. Die er später auch unterschreibt.

 

Das Team auf der Landzunge ist um Fletcher dennoch etwas besorgt. Doch Rex hat die ultimative Überraschung. Er hat Fletcher ein als Nahrungsergänzungspille getarnten Peilsender Schlucken lassen und kann diesen jetzt Orten. Er schlägt vor diesen nun mit Hilfe des jungen Teams ständig im Auge zu behalten. Durch Veränderung des Elektromagnetischen Feldes des Senders lässt sie seine unmittelbare Umgebung Räumlich nachempfinden.

 

Schon vor der Gelöbnis-Ablage erlangt Dr. Brocker offensichtlich erweiterte Zugriffsrechte im Raumschiffinternen-Computersystem. Als er dann auch noch ein Gespräch zwischen Gideon und einem Doktor mitbekommt, wird ihm klar was Gideon vor hat. Sofort beginnt er eine versteckte Gegenmaßnahme zu starten.

Erde-Jupiter-Saturn-Schema | The Black-Ship-Mission | Grafik: J. Nitzsche
Erde-Jupiter-Saturn-Schema | The Black-Ship-Mission | Grafik: J. Nitzsche

Das ältere Team geht zu Bett. Mitten in der Nacht werden sie von Tim jedoch wieder geweckt da der Sender Störungen verursacht. Diese auch von der CIA aufgefangen werden. Fletcher ist ebenfalls eingetroffen, geweckt von der gleichen Störung. Fletcher erkennt die Mitglieder des Nachwuchsteames wieder und versucht sich für dessen Entführung (Der Klassenfahrt ins All) zu entschuldigen, was ihm sichtlich schwer fällt. Nachdem Fletcher seine Unschuld gegenüber der Störung verständlich beteuert hat, berichtet er dass die Störung eine sehr große Ähnlichkeit gegenüber den Napalm-Bomben des Vietnamkriegs haben.

 

Dr. Brimstone sitzt zur selben Zeit zusammen mit seiner jungen Chefin Penelope in der Zentralen Intelligenz Agentur und kommt zu dem selben Ergebnis. Er schlägt Penelope vor, in eine weitaus besser ausgestattete Forschungsstation zu gehen um die Störung besser analysieren zu können.

Und so sitzen sie wenig später alle im Haus auf der Landzunge beisammen und diskutieren über den rätselhaften Himmelskörper.

 

Penelope versucht zuerst noch das Kommando zu übernehmen, was ihr nicht gelingt, da in Dr. Brockers Abwesenheit Dr. Brimstone der Chef ist. Auch erinnert sich Penelope an Fletchers Anruf (Episode 15). Zudem folgt die Auflösung über Dr. Brimston/Herris teilweises Stottern. Bis man sich besinnt und wichtigeren Dingen wieder zuwendet.

 

Was fliegt auf die Erde zu?

In relativ kurzer Zeit findet man dazu einiges heraus:

Es hat...

- ein Gewicht von 15 Tonnen

- die Größe und Form eines Darmpfeiles

- eine ungewöhnliche auffallende Funkwellensignatur

- ein irres Tempo drauf

- Das Objekt scheint zudem schwarz zu sein.

 

Bei der Frage auf dessen Ziel macht man eine erschreckende Entdeckung. Es ist ein DNS gesteuerter Flugkörper der Fletscher treffen und töten soll, denn die Steuer-DNS ist mit Fletchers DNS identisch. Alle bekommen ein mulmiges Gefühl, allen voran Fletcher. Dieser beschließt darauf mit Jim an seiner Seite das Haus zu verlassen und in den nahegelegenen Wald zu gehen um beim Einschlag nicht noch mehr Menschen mit in den Tod zu reisen.

 

Im Haus auf der Landzunge versucht man unterdessen das fremde Objekt mit dem Richtlaser der eigentlich für wissenschaftliche Zwecke ist zu treffen und abzulenken. Doch der Versuch schlägt vorerst fehl.

Darauf beschließt man es statt mit einzelne kurzzeitige Laserblitzen mit einer Dauerbestrahlung.

Fletcher geht derweil mit Fletcher durch den Wald und rezitiert mit ihm Rilke bis dieser ihn bittet,

ihn allein zu lassen und sich in Sicherheit zu bringen.

 

Zurück im Haus verfolgt man nun gespannt die LASER Einwirkungen. Dank der Dauerbestrahlung gelingt es zuerst die Geschwindigkeit des Flugkörpers entscheidend zu verringern und schließlich sogar zur Wendung zu bringen. Sofort versucht man Jim und Fletcher zu verständigen, erreicht jedoch nur Jim.

Nach dem dieser wieder zurück ist rätselt man über das Verschwinden Fletchers. Doch Dr. Brimstone hat bereits die Lösung. Dr. Brocker hat dem Flugkörper die auffällige Signatur angehängt um Fletcher zu warnen. Nun geht allen ein Licht auf: Dr. Brocker und Fletcher haben bzw. arbeiten tatsächlich zusammen.

 

Schluss:

Der Tödliche Pfeil hat abgedreht und fliegt wieder zurück ins All. Doch wohin ist jetzt unterwegs?

Dies und mehr in der nächsten Episode...


 © T@E |  RGU 150409